Der Konvent der Abtei Maria Frieden, die Benediktinerinnen vom eucharistischen König, heißen Sie auf ihrer wap-site herzlich willkommen!
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Homepageadresse vom Kloster:
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Hier einige Ein- und Überblicke:
Schwester Barbara Ostermeier zur neuen Priorin-Administratorin der Abtei Maria Frieden gewählt - An der Klostergemeinschaft weiterbauen
Nur zwei Autos stehen auf dem schneebedeckten Parkplatz vor dem von den Ortsbewohnern „Schloss" genannten Gutshof. Sie belegen, dass sich in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten außer den Bewohnern nur wenige Gäste aufhalten. Es sei auch die Stille, die die Gäste des Hauses schätzen, die Möglichkeit, die Natur zu hören und zu riechen und sie auf den Wegen um das Kloster zu entde-cken, sagt Schwester Barbara Ostermeier. Am 31. Dezember ist sie zur Priorin-Administratorin des Frauenklosters gewählt worden.
Unter Vorsitz von Erzbischof Ludwig Schick hat die Schwesterngemeinschaft. zu der 14 Ordensfrauen mit ewiger Profess zählen, das mit 42 Jahren jüngste Konventsmitalied in dieses Amt gewählt. Seit 1999 hat Schwester Barbara das Amt der Subpriorin ausgeübt und ist nach dem Rücktritt von Äbtissin Miriam Schmitt vorerst auf drei Jahre mit der Leitung des Klosters beauftragt worden.
Man merkt, dass der Wechsel von der Stadt Nürnberg – Schwester Barbara ist in der Pfarrei Verklärung Christi aufgewachsen – in das ländliche Umfeld des rund 25 Kilometer nördlich von Bamberg gelegenen Ortes den Interessen der neuen Priorin entgegenkommt. Den ersten Kontakt zum Kloster hatte sie, als sie in Nürnberg Ministrantenarbeit betrieben hat. Mit Jugendgruppen hatte sie sich im Kloster aufgehalten und dann später die Klostergemeinschaft bei zahlreichen Einzelbesuchen „kennen und lieben gelernt".
1990 trat Schwester Barbara ins Kloster ein, legte nach dem Noviziat 1993 ihre erste Profess ab und band sich 1996 auf ewig an die Benediktinerinnen vom Eucharistischen König. Den Beruf als Steuerfachgehilfin hatte sie aufgegeben, um im landwirtschaftlichen Bereich eine weitere Ausbildung zur Wirtschafterin für Landbau zu machen. Nach ihrer Noviziatszeit bis zum Jahr 2000 sorgte die zierliche aber bestimmt wirkende Ordensfrau dafür, dass Äcker und Vieh fachgerecht versorgt werden.
Schon als Äbtissin Edeltraud Danner 1953 das Kirchschlettener Gut von Mönchen aus Niederaltaich übernahm, gehörten 67 Hektar Land dazu. Heute sind es 87Hektar. Weitere Stichworte kom-men der neuen Priorin schnell von den Lippen: Färsenmast. Legehennen, Schafe zur Landschaftspflege, Gemüseanbau, Saatgutvermehrung. Und seit 2000 sei man auch Biolandbetrieb und wirtschafte ökologisch.
Noch bis 2003 lag der landwirtschaftliche Betrieb allein in der Hand der Ordensfrauen. Seit Schwester Barbara verstärkt Aufgaben in der Leitung des Klosters wahrnimmt, sorgt ein Verwalter für den Fortbestand, zusammen mit Auszubildenden und Praktikanten.
Von Anfang an sei der landwirtschaftliche Betrieb Lebensgrundlage für das Kloster gewesen. Mit Natur und Erde in Berührung zu kommen entspreche auch der Regel des heiligen Benedikt, betont Schwester Barbara. Das wüssten zum Beispiel auch viele der Gäste zu schätzte So mancher, der sich länger in der Abtei aufhält, packe im Gemüsegarten mit an.
Die Selbstversorgung mit Gemüse, Obst, mit Rindfleisch und Geflügel ist eines der Standbeine der Ordensniederlassung. Seit 1990 gehört aber auch eine Wachswerkstatt zum Kloster. Immer wieder nehmen Kommunion- und Firmgruppen die Gelegenheit wahr, ihre Kerzen unter Anleitung selbst zu gestalten. Ein kleiner Laden im Eingangsbereich des Klosters offenbart die ganze Breite des Kerzenangebots, das natürlich auch fertig gestaltet erworben werden kann.
Und noch einen dritten Bereich nennt die neue „Chefin" des Klosters, die Gästebetreuung. In drei Häusern stehen 60 Gästebetten zur Verfügung. Eins davon ist mit Etagenbetten ausgestattet und eignet sich für Kinder- und Jugendgrüppen.
Menschen in Krisensituationen befinden sich unter den Gästen und solche, die die Stille des abgelegenen Ortes schätzen oder die den Rhythmus, die Struktur des Ordenslebens erfahren möchten und für die Dauer ihres Aufenthaltes an den Gebetszeiten des Konvents teilnehmen. Die neue Priorin legt auch in der Gästebetreuung auf Kompetenz wert und hat sich deshalb in themenzentrierter Interaktion und in Trauerbegleitung weitergebildet. „Wir stellen fest, dass Menschen eine Sehnsucht nach Geborgenheit und eine Sehnsucht nach Gotteserfahrung haben", sagt Schwester Barbara und hofft, dass sie auch in Zukunft ein Umfeld bieten kann. in dem diese Suche erfolgen kann.
In ihrer neuen Funktion möchte Barbara Ostermeier an ihrer Ge meinschaft weiterbauen und für die Einzelnen wie auch für die Gemeinschaft Wachstum ermöglichen. Es sei notwendig, sich immer wieder aufzumachen und das Miteinander in den Vordergrund zu stellen. Man wolle offen sein für alle, die kommen, und ihnen Gastfreundschaft erweisen. Wichtig ist ihr „die Zeichen der Zeit zu sehen und zu hören“.
Nachdem Äbtissin Edeltraut Danner zunächst ein Kloster auf den Philippinen gegründet hatte rief sie 1953 die Ordensgemeinschaft in Kirchschletten ins Leben. Noch heute gibt es die Benediktinerinnen auf den Philippinen. Die Klöster sind jedoch von Kirchschletten unabhängig.
Die Internationalität zeigt sich jedoch auch bei den Bewohnerinnen der Abtei. Drei Schwesten sind Deutsche, eine kommt aus Japan und die anderen bringen philippinische Lebensfreude und Kultur in den Ordensalltag ein Die Verbindung zu den philippinischen Klöstern wird weiter gepflegt, finanziell wie auch personell. So werden im Frühjahr zwei weitere Schwestern von den Philippinen nach Kirchschletten kommen.
Die Priorin begrüßt diese auch kulturelle Herausforderung und sieht sie als wichtige Ergänzung deutscher Lebensart. Sie ist sich sicher, dass voneinander zu lernen zu einem wesentlichen Merkmal ihrer benediktinischen Ordensgemeinschaft gehört.
(Christiane Dillig, Heinrichsblatt - Kirchenzeitung für das Erzbistum Bamberg Nr.4; 116. Jhrg. Ausgabe B 2009 S. 15)
Informationen zum Ort Kirchschletten:
http://www.bnv-bamberg.de/home/ba1772/kirchschletten.htm
Der Abtei gehören rd. 20 japanische, deutsche und philippinische Schwestern an, die einen Biolandhof, ein Gästehaus und eine Kerzenwerkstatt betreiben. Klostervorsteherin ist seit 31. Dezember 2008 Barbara Ostermeier OSB (42) als Priorin-Administratorin.
Die Abtei gehört seit 1986 zur Föderation der bayerischen Benediktinerinnen.
Sehenswürdigkeiten
Die Abteikirche wurde 1976 in einem Seitenflügel des vormaligen Schlosses eingerichtet. Als Altar dient das 1779 von Georg Stockhardt angefertigte ehemalige Heilige Grab von St. Martin in Forchheim. Der figürliche Schmuck stammt von dem berühmten Bamberger Bildhauer Bernhard Kamm. Die beiden Figuren hinter dem Altar stellen den hl. Benedikt von Nursia und Maria, die Friedenskönigin, dar.
Der Konvent in Kirchschletten wurde 1953 von der Abtei vom Unbefleckten Herzen Mariens (Immaculate Heart of Mary) in Vigan auf den Philippinen aus gegründet und am 5. Mai 1973 zur Abtei erhoben.
Am 13. Mai 1953 erwarben die Benediktinerinnen vom eucharistischen König das Klostergut Kirchschletten von der Abtei Niederaltaich. Äbtissin Edeltraud Danner OSB hatte 1931 die erste philippinische Benediktinerinnenabtei auf der Insel Luzon gegründet, in Fatima, nahe der Bischofsstadt Vigan. Diese Gründung der Abtei Immaculate Heart of Mary wollte sie nun durch eine Tochtergründung in Deutschland festigen. Am 28. Mai 1953 wurden die Benediktinerinnen durch den Bamberger Erzbischof Josef Otto Kolb auf einstimmigen Beschluss des Domkapitels in die Erzdiözese Bamberg aufgenommen. Am 23. Juni 1953 übergab Abt Emmanuel Heufelder OSB von Niederaltaich das Gut seinen neuen Besitzerinnen. Dieser Tag gilt als Gründungstag der Abtei.
Äbtissinnen:
Gertrud
Vaca-Calderon, 1973–1986
Gertraud Reiter, 1986–1999
Myriam-Schmitt, 2005–2008 (1999–2005 Administratorin)